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Erste Kontakte in London

Nachdem sie ihren Auftrag fuer the Raven abgeschlossen haben, haben sich Next Level, Old B. und Raven damit abgefunden vorerst auf der Insel zu bleiben. Dank ihres Auftraggebers konnte sich das Team angemessene Behausungen in London – East End organisieren. Raven beschloß sich eine eigene Bleibe zu suchen. Auch wenn sie inzwischen eine gewisse Bindung zu ihren Chummern verspuerte musste sie auf eigenen Fuessen stehen.

Die Genugtuung wieder in einer ihrer Muttersprachen zu agieren befluegelte Raven, trotz der widrigen Umstaende die sie hierher gefuehrt hatten. Das Netz verschiedenster Kontakte, die sie in der ADL muehsam aufgebaut hatte, sollte sich hier in kurzer Zeit ersetzen lassen. Bis dahin allerdings war es besser die Dinge etwas ruhiger anzugehen. Naeher an der alten Heimat zu sein weckte unangenehme Erinnerungen. Auch wenn ihre Familie sie hier nicht suchen sollte, machte die Moeglichkeit Raven nervoes.

All diese Dinge auf die Seite schiebend konzentriete sich Raven gerade auf den Aufbau ihres neuen Refugiums. Auch wenn sie ein paar seltsame Blicke auf sich gezogen hatte als die verschiedenen Felle, Zweige und Talismane damals einpackte, war es doch die richtige Entscheidung gewesen. Im Zustand hoechster Konzentration poppte ploetzlich ein ARO auf.

Crusted Pipe, um 23 Uhr, Fetter Lane 8, Tempelbezirk. Fragen sie nach Arts Tisch" – A. Johnson

Drek! Wer wusste denn dass sie ihn London war? Schon wollte sie zum Commlink greifen, als sich Misstrauen regte. Wenn es jemand geschafft hatte sie hier aufzuspueren traute sie ihrem Commlink vorerst nicht. Bis sie es geschafft hatte sich ein moderneres Model zuzulegen war es besser das persoenlich zu erledigen. Auch wenn Old B. und Next Level nur zehn Minuten entfernt wohnten war es schneller das ganze Astral zu erledigen. Sekunden nach dieser Entscheidung manifestierte Raven direkt hinter Next Level in dessen Appartment.

Auch Old B. und Next Level hatten das selbe mysteriose ARO erhalten.  Nach kurzer Unterredung trafen sich die Runner in Fleisch und Blut in einer nahgelegenen Bar und besprachen die Lage. Auch wenn Next Level bereits erste Kontakte hier geknuepft hatte schien es sehr unwahrscheinlich dass sich sein neuer Fixer, Shrapnell, bereits so frueh und anonym bei ihnen meldete. Trotz ihrer großen Skepsis schien es das beste sich erstmal mit diesem Johnson zu treffen. Vielleicht war das ja eine gute Gelegenheit um in London Fuß zu fassen.

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Solid run...
... still screwed up

Eine Welle von Emotionen brandete im Astralraum auf, verebbte jedoch sofort wieder als der Lohnmagier, ueberwaeltigt von der Macht ihrer Gefaehrten, zusammenbrach und seine Lebensgeister erloschen.

Mitleid konnte Raven in dieser Situation nicht aufbringen. Ihr Gegner war selbst Schuld, seine Seele an einen Konzern zu verkaufen. Selbst wenn sie fuer den Tausch der eigenen Freiheit gegen die "Geborgenheit", den Respekt und das Ansehen dass Magier in Konzerndiensten erhielten, nachvollziehen koennte, war der Lohnmagier doch eine Bedrohung fuer ihr Team gewesen.

Augenscheinlich hatten ihre treuen Geister und sie es geschafft zumindest die Astralebene von jeglicher Bedrohung zu saeubern. Zumindest fuer den Moment. Sicherlich waren nur wenige Minute vergangen seit sie den Frontalangriff auf die CareLine Einrichtung begonnen hatten. Leider war das ganze nicht verlustfrei gewesen. Der Aufschrei als ihr Luftgeist von Kugeln durchsiebt wurde, das Zittern des astralen Bandes als er auf brutale Art und Weise in seine Metaebene gedraengt wurde. Nachdem sie sich einen Augenblick der Ruhe gegoennt hatte um ihre Wut unter Kontrolle zu bekommen, beschloss sie in ihren Koerper zurueckzukehren. Auf dieser Ebene war ihre Arbeit getan. Sie unterwies einen ihrer Geister nach weiteren Bedrohungen in der Astralebene Ausschau zu halten.

Zurueck in Ravens Koerper fiel ihr sofort die Stille auf. Sie hatte erwartet weiterhin den beunruhigenden Rythmus der Sturmgewehre zu vernehmen. Wiedereinmal wurde ihr klar dass sie ihre Gefaehrten nicht unterschaetzen sollte. Offensichtlich waren alle unmittelbaren Bedrohungen entweder tot, oder hatten beschlossen das sie heute nicht sterben wollten.

Kurzerhand aktivierte sie ihren Mikrotranceiver "Raven hier. Keine weiteren Probleme im Astralraum. Seid ihr schon bei den Proben?"

Nach einer schier endlos erscheinen Sekunde hoerte sie NLs Stimme in ihren Ohrstoepseln. "Wir sind noch nicht weit vorgedrungen, es gab da ein paar Probleme. Wir treffen uns am markierten Punkt". Noch bevor das Echo seiner Stimme verhallte erschienen Wegweiser in der AR. Raven schnappte sich ihre Maske, bat den Tiergeist auf sie aufzupassen und eilte zum vereinbarten Treffpunkt.

In der Halle angekommen fiel Raven eine aktive Gegensprechanlage auf. Von der Neugier getrieben konnte sie nicht anders und betaetigte den Knopf. Eine aengstliche Frau bettelte schluchzend, sie sollen doch nehmen was sie wollen aber die Leute in Ruhe lassen. Auch wenn es keine wirkliche Option war beschloss Raven ihr noch etwas Angst zu machen. "Bisher war das nicht der Plan, aber du machst mich neugierig. Bis gleich!" Wie konnte so ein Feigling mitten in einer toxischen Zone arbeiten?

NL draengte das Team vorran, bisher waren sie gut in der Zeit, aber noch hatten sie noch nicht weshalb sie hier waren.  So schnell sie konnten ohne Unachtsam zu sein folgten sie den Gebaeudeplaenen zu den unterirdischen Laboratorien. Die Gaenge waren Menschenleer, sah man von den zerfetzten Ueberresten einer Sicherheitskraefte ab. Hatte Old B. vorhin wirklich 4 Granaten nachladen muessen? Bei genauerer Betrachtung sah er ziemlich angeschlagen aus. Sein Nacken sah aus als haette er schon ein Stimmpatch gebraucht. Drek! Noch ein Zeitfaktor den es zu beachten galt.

Auch im ersten Untergeschoss war alles ruhig. Ein Mannschaftsquartier weckte Ravens Neugier. Waehrend die anderen weiter zum Labor sprinteten nahm sie sich die Zeit das ganze zu durchsuchen. Solch ein Spindinhalt  koennte durchaus nuetzlich sein. Um keine Zeit zu verlieren schoss Raven die Schloesser auf. Kaum beim zweiten Spind meldete sich ihr tranceiver "Falls du ein paar Hazard Suits findest, wir koennten sie gebrauchen." Nach kurzer Suche konnte Raven tatsaechlich die benoetigte Ausruestung finden. Leider nichts weiteres. Nach kurzer Ruecksprache kam Old B. zurueck und half ihr beim Tragen. 

Im zweiten Untergeschoss angekommen hoerten sie das Zischen einer sich oeffnenden, hermitisch abgeriegelten Tuer. Mit was fuer Drek wurde hier eigentlich experimentiert? Kurzentschlossen schluepften die Runner in die Hazard Suits, auch wenn sie sich leider ihrer Koerperpanzerung entledigen mussten. 

Dieser Bereich des Labors schien fuer die besonders heiklen Experimente zu sein. Kaltes unnaetuerliches Licht tauchte sterile Stahlwaende in blasses Gelb. Auch wenn ihre elfischen Augen mit schlimmerem fertig werden, so wurde ihre Anspannung durch die Umgebung weiter verstaerkt. Auch dass der Astralraum je naeher sie ihrem Ziel kamen zunehmend schmutziger wurde war nicht hilfreich.

Jedes schloss dass ihnen im Weg stand war mit einem hochwertigen DNA scanner gekoppelt. Auch wenn es fuer NL nur wenige Sekunden bedeutete mit so einem Schloss fertig zu werden, waren die Sekunden durchaus kostbar. Als sie die Proben entdeckt hatten begannen Old B. und NL sie sorgsam in einen gefundenen Koffer zu verstauen. 

Waehrenddessen sah sich Raven etwas genauer um. Eigentlich wollte sie nur auskundschaften wo sie mit ein paar gezielten Spruechen maximalen Schaden anrichten koennte, bis sie ihr Totem sah. Seltsamer sprach Rabe kein Wort. Er fuehrte sie lediglich zu einer unbeschrifteten Tuer.

Auch, oder gerade weil ihr Totem nicht so redselig war wie gewohnt war Raven sofort klar, hinter dieser Tuer befand sich etwas dass ihrem Totem sehr wichtig war, und damit auch ihr.

Die anderen waren nicht gerade erfreut bei dem Gedanken noch mehr Zeit hier zu verbringen, insbesondere NL schien sehr nervoes. Dennoch konnte Raven sie von der Dringlichkeit ueberzeugen. Auch wenn es moeglicherweise auch nur ihre Ueberraschung war. Bisher hatte Raven nie etwas ueber ihr Verhaeltnis zu ihrem Totem erzaehlt.

Auch dieses Schloss war NLs Faehigkeiten nicht gewachsen, auch wenn es deutlich laenger standhielt als die Gegenstuecke. Als sie die Tuer oeffneten war das einzige wahrnehmbare Licht das schwache Leuchten einiger Tridschirme. Als sie dann das Licht einschalteten bot sich ein Bild des Grauens.

In einer absurden Ansammlung aus Schlaeuchen, Stahlrohren und Fesseln war ein Elf festgebunden. Die zahlreichen Schlaeuche, die direkt in seinen Koerper gefuehrt waren pumpten langsam aber stetig diverse Fluessigkeiten in seinen Koerper. Trotz weit aufgerissener Augen war er nicht ansprechbar. Raven knirschte mit den Zaehnen. Wie konnten diese Drekfresser es wagen einen Elfen so zu behandeln? Raven erkannte weiterhin dass es sich um einen erwachten handelte. Es musste sich um einen weiteren Schuetzling des Raben handeln wenn er sie hierhergefuehrt hatte. Raven beschloss dass die Leute hier bezahlen mussten.

NL machte sich an  einem nahegelegenen Terminal zu schaffen waehrend sich Old B. und Raven unterhielten. Leider hatte Old B. keinenerlei grossen Sprengstoffpakete dabei. Allerdings machten sich seine Instinkte und Sprengstoffkenntnisse anderweitig bezahlt. "Es gab haufenweise brennbaren Alkohol. Eventuell befindet sich hier auch Gas. Eine offene Leitung kombiniert mit einem guenstig gelegten Feuer und es wird richtig gemuetlich hier"

In dieser Zeit hatte NL die Krankenakte des fremden Elfen sowie die Instruktionen um ihn zu befreien auf dem Terminal gefunden. Nach kurzer Zeit war der Elf befreit und das Team wieder auf dem Weg. Im ersten Stock fand sich tatsaechlich ein   grosser Gastank. Ein schnell gelegtes Feuer sowie ein paar guenstig platzierte Schockgranaten  sollten ausreichen um ein Feuerwerk auszuloesen.

Auf dem Weg nach draussen kamen sie wieder an der Gegensprechanlage vorbei. Raven konnte es sich nicht noch einmal ans Komm zu gehen. "Solltet ihren Arbeitgeber genauso mies einschaetzen wie wir es tun, waere es jetzt an der Zeit ueber einen Arbeitgeber und Positionswechsel nachzudenken. Es war uns keine Freude mit euch Geschaefte zu machen"

Als NL und Old B. den Elfen in den Roadmaster hievten hielt Raven kurz inne. Sie konnte es spueren, hier unterlag ihr Luftgeist mundaner Gewalt. Nach kurzer Suche, waehrend der eine erstaunliche Anzahl an Fluechen aus dem Roadmaster hallten, fand sie drei Patronenhuelsen. Schnell steckte sie sie ein. Spaeter wuerde sie eine Kette daraus basteln um den Einsatz des Geistes zu ehren. Bei diesem Gedanken entliess sie ihn aus ihrem Diensten. Sollte sich die Zeit finden wuerde sie ihn auf seiner Metaebene besuchen. Sie war schon einmal am Waechter vorbeigekommen.

Nachdem die Tueren des Roadmaster verschlossen waren zuendete Old B. die Granaten. Zuerst befuerchteten die Runner die Schockgranaten haetten nicht die notwendige Durchschlagskraft, doch nach wenigen Sekunden erschuetterte eine gewaltige Detonation den Roadmaster.

"Fragg, lange halte ich nicht mehr durch. Bring uns hier raus Chummer" Lange konnte es nicht mehr dauern bis die Wirkung des Stimmpatches abklingen wuerde. In diesem Moment wird der alte Samurai zusammenbrechen wie ein Sack Soybohnen.

Schnell setzte sich das Team zu ihrem ausgekundschaftetem Versteck im Norden der Anlage ab. Die zur Patrouillie entsandten Flyspies konnten keinerlei Bedrohung entdecken.

Trotz der magischen Heilung war der Elf noch lange nicht ansprechbar. Es mochte Tage dauern bis sein Koerper ausreichend entgiftet war dass er das Bewusstsein erlangen wuerde. Waehrend das Team noch beratschlagte was man mit ihm tun sollte erhielt NL eine anonyme Nachricht auf sein Kommlink. "Ihr solltet euch mal bei eurem Johnson melden"

Der Run war, abgesehen von mangelnder Subtilitaet sowie einem leicht erhoehten Maß an Kollateralschaeden, sehr gut gelaufen. Der Johnson sollte eigentlich sehr zufrieden sein. Es gab sowieso nichts zu tun waehrend sie weiter abwarteten ob sich nicht doch noch ein High Threat Response Team naehern wuerde, also beschloss Raven den Johnson zu kontaktieren. Das Gespraech war sehr kurz, offensichtlich wollte der Johnson nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Bestritt je mit ihnen zu tun gehabt zu haben.

Das gute an der Sache war, scheinbar war es nicht mehr so eilig zum Flughafen zu kommen. Dafuer waren sie wohl hier gestrandet. Um Klarheit zu erhalten schrieb Raven noch den Fixer an der ihnen den Job vermittelt hatte. Auch Fraught reagierte prompt. So unglaublich es klang, ihr Johnson war nicht unzufrieden wegen dem Run, er hatte Angst davor mit ihnen in Verbindung gebracht zu werden. Old B. und NL hatten wohl den falschen Leuten in die Suppe gespuckt, selbst Fraught haette fast ernste Probleme gehabt. Den Wagen den sie zurueckgelassen hatten konnte Fraught zwar noch etwas versteckt halten, aber wie lange er das schaffen wuerde war fraglich, auch wenn er versprach noch etwas laenger darauf aufzupassen.

Nachdem sie sicher waren dass keinerlei Gefahr drohte beschlossen sie sich erstmal wieder bei Monk einzuquartieren. Auf der Fahrt brach Old B. zusammen. Schade dass Magie hier nichts ausrichten kann.

In Marsh angekommen fuehlte sich Raven schon etwas besser, allerdings war Old B. immer noch bewusstlos. Monk war etwas ueberrascht, hatte aber Verstaendnis und die Runner konnten sich vorerst noch einmal bei ihm einquartieren.

"Schlaft euch erstmal etwas aus"

Raven sah nachdenklich drein, das koennte etwas schwierig werden…

 

 

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Leeeeeeeroy Jenkins!

Nachdem die Runner noch ein paar letzte Einkaeufe erledigt haben, beschliesst Raven im Rausch einen maechtigen Geist zu beschwoeren. Auch wenn die Hintergrundstrahlung hier deutlich abgeschwaecht ist, so straeubt sich dieser doch massiv und verursacht sehr starke Kopfschmerzen. Als ein zweiter Versuch nur unwesentlich besser laeuft beschliessen sie doch erst am Abend zuzuschlagen.

Kurz vor Sonnenuntergang naehern sie sich dem Gelaende, als NL eine Drohne entdeckt. NL schleudert der Drohne schadhaften Code entgegen und bringt sie zum Absturz, dennoch ist nun klar dass sie unmoeglich unentdeckt eindringen koennen. So bereitet sich das Team auf den Kampf vor.

Nachdem NL wenige Kilometer vor dem Ziel es geschafft hatte die Kommunikationsprotokolle zu verfaelschen, wechselt Raven in den Astralraum, begleitet von fast einem halben Dutzend Geister. Um den Gegner einzuschuechtern maskierte Raven ihre Aura, und gab ihr die Gestalt eines Drachlings. Sollten die Gegner vor Furcht erzittern!

 Waehrend im Astralraum die Ruhe vor dem Sturm herscht, bricht der Roadmaster durch das Tor! Bevor die Wachen am Tor reagieren koennen, sprengt Old B. die Eingangstuer in die Luft, der Roadmaster eroeffnet das Feuer mit den montierten AK und ein Luftgeist manifestiert sich hinter ihnen. In einem kurzen Feuergefecht mit den beiden Waffen muss Old B. zwar ein paar schmerzhafte Treffer einstecken, jedoch zeigt seine Panzerung wiedereinmal dass sie ihr Geld wert war. Ein weiterer Trost fuer ihn ist dass er eine der beiden Wachen geradezu  zerfetzt im Kugelhagel.

Zeitgleich erscheint ein Feuergeist auf der Astralebene. Innerhalb eines Wimpernschlags legt er die Distanz zu Raven zurueck und schlaegt nach ihr! Obwohl sie sich voll auf die Abwehr konzentriert konnte sie dem Angriff nicht entgehen. Schmerzhaft bricht die astrale Energie in ihre Aura. Ohne die Moeglichkeit die Energie in ihren Koerper abzuleiten ist ihr sofort bewusst wie brenzlig dieser Kampf werden koennte und gibt ihren Geistern den Angriffsbefehl!

Waehrend der manifestierte Geist und die Geschuetze des Roadmaster die Wache in Schach halten, beschliessen Old B., flankiert von einer Drohne und einem weiteren Geist, und NL Richtung Keller zu stuermen. Schnell wird klar dass NL nicht mithalten kann und er faellt zurueck. Kurz vor einer Ecke hoert Old B. weitere Wachen nahen und beschliesst ihnen ordentlich einzuheizen. Eine weitere Granate laesst alle Ohren klingeln.

Unbemerkt von der fleischlichen Welt tobt der Kampf im Astralkampf mit unerbittlicher Haerte. Der Feuerelementar stuerzt sich auf den Tiergeist, einem wilden Tiger der den Attacken spielerisch ausweicht. Doch auch der Elementar erweist sich als widerspenstig und haelt sich nicht zurueck. In diesem Kampf der Titanen ist der kleine Luftgeist nur eine kleine Ablenkung. Waehrend sich Raven nach dem gegnerischen Magier umsieht, schleudert sie beilaeufig einen Manablitz in den Elementar, welcher vor Wut schreit.

Noch bevor normale Ohren ihr Hoervermoegen zurueckerlangt haetten erkennt Old B. dass er wohl etwas vorschnell gehandelt hat. Um nicht eine weitere kostbare Granate zu verschwenden stellt er sich mutig in den Gang. Immerhin fuenf Wachen laufen auf ihn zu.  In den wenigen Milisekunden bis seine kybernetisch verstaerkten Reflexe den Abzug betaetigen ist ihm klar, diese Granate wird sich lohnen. Die vorderen drei Wachen werden von der vollen Wucht der Explosion, verstaerkt durch die Enge des Ganges, wirkungsvoll und mit ernuechternder Endgueltigkeit aus der Gleichung gestrichen. Die anderen beiden Wochen, geschockt von der Brutalitaet mit der ihre Kameraden aus ihrem Leben gerissen wurden, zeigen die Qualitaet ihrer Ausbildung und eroeffnen, befluegelt von Rachedurst das Feuer.

Waehrend Raven weiterhin erfolglos den Magier sucht, erleidet der Tiergeist einen Treffer. Nach einem kurzen Bruellen erfolgt die Rache auf dem Fuss.  Die maechtigen Pranken reissen ein grosses Loch in die Flanke des Elementars. Ein kurzes Nachstossen des Luftgeistes sendet den Elementar auf seine Metaebene zurueck.

Waehrenddessen ergeht es seinem Artgenossen deutlich schlechter. Mit der Kraft der Verzweiflung feuert die Wache am Tor einen wahren Kugelhagel auf den ihm gegenueberstehenden Geist. Trotz seiner natuerlichen Resistenz gegen mundane Bedrohungen ist dies zu viel und der Geist wird mit einem Aufschrei zurueck auf seine Metaebene geschickt. Nachdem die unmittelbare Bedrohung ausgeschaltet ist, nutzt die Wache den Moment zur Flucht.

Die beiden verbleibenden Wachen liefern sich ein heftiges Gefecht mit Old B. Auch wenn er eine weitere Wache ausschalten kann, hat ihn der Blutrausch wohl unvorsichtig werden lassen. Kugel um Kugel schlaegt in seine Panzerjacke. Auch wenn ihn die ersten Salven nicht beeindrucken sackt er nach einigen Sekunden bewusstlos zu Boden.  NL, endlich am Ort des Geschehens angekommen reisst ein Stimpatch aus der Tasche und knallt es dem alten Samurai ins Genick. Waehrend er stoehnend aufschreckt kann er gerade noch sehen wie die letzte Woche von der Sturmgewehrsalve der Rotodrohne gefaellt wird…

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Ankunft in Newcastle

Nach einem ereignislosen Flug landen die Runner in Newcastle. Der Frachtbereich des Flughafens ist gluecklicherweise nicht so schwer gesichert , dennoch sind die Runner erfreut dass sich in einem ersten Umschlag ein Passierschein sowie Daten zu einem Schliessfach finden.

Ein weiterer Umschlag aus dem Schliessfach offenbart das Ziel. Eine CareLine Forschungseinrichtung, mitten in einer toxischen Zone! Waehrend der mehrstuendigen Fahrt Richtung Ziel wird das weitere Material gesichtet. Wie man es von einer Konzerneinrichtung erwarten kann sind die Sicherheitsvorkehrungen durchaus abschreckend, zirka ein Dutzend Wachen vor Ort, mindestens acht sollten zu jeder Zeit wach sein. Zusaetzlich wird vermutet dass ein Konzernmagier sowie ein Decker zur Crew gehoeren.

 

Raven vermutet dass es eher optimistisch ist dass sie den Run durchziehen koennen ohne Unliebsame Aufmerksamkeit zu erregen und laesst ihre Kontakte spielen um fuer den Fall der Faelle ein nahe gelegenes Safe House aufzutreiben. Gluecklicherweise reichen Cedrics Kontakte weit genug um sie mit einem gewissen <HABS_VERGESSEN_ARGH> zusammenzubringen.  Dieser kann ein einen Unterschlupf in March anbieten.

Erstaunlicherweise verlaeuft die Reise durch die toxische Zone recht ruhig. Selbst die hirnlosesten Critter ueberlegen es sich ein gepanzerters Fahrzeug anzugreifen.

Nachdem  sie sich der Anlage auf einen Kilometer genaehert haben nutzen sie die zur Verfuegung stehenden Mittel zur Observation. Durch die Kamera einer Flyspy erkennt man nicht nur einen großzuegigen Natodrahtzaun, sondern auch eine patrouillierende Rotodrohne. Sollte es sich beim vermuteten Decker um einen Rigger handeln?

Raven beschloss sich das ganze nun im Astralraum anzusehen. Sie erkennt einen Watcher. Zwar ist es nicht schwierig sie auszutricksen aber moechte keine Aufmerksamkeit erregen. 

Nach kurzer Diskussion ist klar dass sie noch mehr Informationen benoetigen. Ohne zu wissen wo sich das SoYe-XIII befindet wuerde das ganze zu lange dauern. N3xt L3v3l dringt in den Host ein. Zwar schafft er es die gesuchten Koordinaten zu finden, jedoch wird er von ICE entdeckt. Da sich die Anlage nun vorerst in erhoehter Alarmbereitschaft befinden sollte beschliesst das Team zuerst das SafeHouse aufzusuchen. Auf dem Weg dahin beginnen sie einen Plan zu schmieden.

Der Plan ist gewagt, aber zur Hoehle mit Konzernanlagen in toxischen Zonen. Wenn das Team es schafft die Kommunikation nach aussen zu unterbinden, wuerden sie mit dem Roadmaster durch das Tor brechen. Unter dem Sperrfeuer der Geschuetze werden NL und Old B. ins Gebaeude eindringen. Um ihre Unterzahl etwas auszugleichen begleiten sie zwei Geister sowie  die Team eigene Rotodrohne. Old Bs Augen glaenzten bei dem Gedanken seinen Granatwerfer mal etwas intensiver zu nutzen. Auch Gas, sollten sie noch etwas auftreiben koennen, wuerde die ganze Sache deutlich leichter machen.

Bei dem Safehouse handelt es sich um eine Kirche in einem verlassenen Ort am Rande der Zone, etwa eine halbe Stunde Fahrt von der Anlage entfernt. Als sie an der Tuer klopfen  ist nach kurzer Zeit eine Orgel zu hoeren, sonst passiert jedoch nichts. Nach einem weiteren Klopfen erscheint ein sehr kleiner Mensch an der Tuer.

Raven wurde am Telefon gesagt dass er echt auf Milch steht, weshalb sie ihm ueberschwaenglich einen Beutel ueberreicht. Die Begeisterung haelt sich jedoch in Grenzen, erbost wird sie mit Milch beworfen, kann allerdings knapp ausweichen. Zugegeben ihr kam das mit der Milch auch seltsam vor, aber manche Chummer stehen auf echt komischen Drek.

In Rage wird ihnen die Tuer vor der Nase zugeknallt und der Typ startet eine gefuehlt ewig andauernde Orgelorgie. Obwohl sie wuetend ist schafft es Raven sich zusammenzureissen und beschliesst unueberlegter Weise dass Deepweed genau das richtige ist um die Situation zu entspannen.

Dieser Ansatz scheint zu wirken, scheinbar wollte der Typ Whisky statt Milch, um ihn zu beruhigen werden ihm 300 Nuyen zugesteckt und versprochen eine Flache wirklich guten Whisky zu besorgen. Durch die Ortskenntnisse des kleinen Druiden identifizieren die Runner eine geeignete Fluchtroute, auf der sich im Zweifel auch ein paar Versteckmoeglichkeiten befinden, sollten sie auf dem Rueckweg verfolgt werden.

Mittlerweile ist es drei Uhr am Morgen. Es bleiben drei Stunden fuer Vorbereitungen wenn man noch in der Dunkelheit zuschlagen und wieder verschwinden moechte.

 

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Reunion
Aus ravens sicht

Raven verbrachte die einige Monate groesstenteils damit zu trainieren und unter Anleitung ihres Totems, inspiriert von ihrer magischen Umgebung und benebelt vom Deepweed die hoeheren Formen der Magie zu erkunden.

Obwohl sie ausserhalb der Zivilisation hauste, und ihre Lebenserhaltungskosten klein hielt machte sie gelegentlich ein paar Runs. Beim Einstieg in eine Aztechnology Einrichtung entdeckte sie einige Daten die sie innehalten liessen. Scheinbar hatten ihre Chummer die Aufmerksamkeit der falschen Leute auf sich gezogen. Nach dieser Entdeckung beschloss Raven dass sie sich auf den Weg nach Hamburg machen sollte.

Der Abschied von Wade fiel ihr schwer. Auch wenn er nach aussen hin gelassen wie immer erschien, so wusste Raven dass er seit langem nur noch ein Schatten seiner selbst war. Sobald sich die Gelegenheit bietet, wuerde sie selbst Nachforschungen anstellen. Wenn er Rache fuer sein Team bekommen wuerde, so hoffte sie, koennte er die Sache endlich abschliessen.

Es war erfrischend in Hamburg. Fragg, sicher nicht die Luft. Aber im Vergleich zu Karlsruhe waren die oeffentlichen Sicherheitsvorkehrungen geradezu laecherlich. Die groessere Vielfalt verschiedener Rassen und Nationalitaeten liessen ihr Herz hoeher schlagen. Karlsruhe mochte voll wilder Magie sein, doch dass hier war voller Moeglichkeiten.

Kurz nach ihrer Ankunft nahm Raven Kontakt zu N3xt L3v3l auf. Der alte Deckhead reagierte wie zu erwarten prompt. Bereits auf der Taxifahrt zur Bleibe ihrer Chummer war Raven angenehm ueberrascht. Offensichtlich hatten die beiden auch nicht gerade auf der faulen Haut gelegen.  Eine so gehobene Gegend hatte Raven nicht erwartet.

Zuerst ueberpruefte Raven ob die Wohnung observiert wird. Ein schwarzer Lieferwagen fiel ihr auf. Kein FirmenLogo, auffaelligerweise mehrmals nah am Haus zu sehen. Um nicht aufzufallen bat sie ihren treuen Erdgeist den Wagen zu verfolgen und die Leute im Blick zu halten. Als der Wagen ausser Sicht war klingelte sie und betrat die Wohnung.

Wenige Umarmungen und einem Check der Umgebung spaeter klaerte Raven die beiden auf. Scheinbar hatten sie einigen Leuten auf den Schlips getreten. Es war klar dass es sinnvoll ist Hamburg zumindest fuer eine Weile zu verlassen. Noch waehrend Ravens Gedanken rasten erhielt NL einen Anruf. Ein gewisser Fraught bot einen Job an.  Raven kannte Fraught nicht und war ziemlich misstrauisch, dennoch war die Aussicht auf Nuyen verlockend. Sie beschloss NL etwas auszufragen waehrend sie ihn zu einer Einkaufstour begleitete.

Es gab nichts was direkt auf Gefahr hindeutete, also wurde ein Treffen mit den Johnson vereinbart. Der Treffpunkt, eine alte Fabrik, war abgelegen und ausreichend Menschenleer um ihn zu einem beliebten Treffunkt zu machen. Das bestaetigte auch die naechtliche Observation.

Das Treffen mit dem Johnson verlief Reibungslos. Der Job besteht darin einige Proben zu extrahieren. Es wurde angedeutet dass  sich diese ausserhalb der ADL befinden. Jeddoch ist der Ort geheim.  Selbst fuer einen Johnson war dieser Auftraggeber sehr geheimnisvoll. Allerdings hatte er die richtigen Kontakte um sie samt Ausruestung zum Ziel zu fliegen. Die ADL fuer ein paar Tage zu verlassen schein reizvoll. Auch wenn sie erst eine Falle vermutete entpuppte sich dies nun als gute Gelegenheit sich abzuseilen. Wuerde der Johnson fuer die Azzies arbeiten haetten sie das Gelaende vermutlich nicht ohne Kampf verlassen. Moeglicherweise auch nie mehr. Selbst wenn es sich um einen verspielt sadistischen Azzie handelt der sie aus dem Flugzeug werfen wollte, wofuer kann man den levitieren?

Nach zaehen Verhandlungen nahm das Team den Job an, erhielt 5k im vorraus und weitere 6k sollten folgen sobald die Proben abgeliefert waren.

Bereits am naechsten Tag gingen sie zum vereinbarten Punkt, einer Airbus Anlage,  fuhren direkt in das Flugzeug. Es schien uebertrieben den Roadmaster mitzunehmen, aber wenn die Moeglichkeit besteht, warum nicht? Es waere nicht einfach vor Ort vergleichbare Feuerkraft und Panzerung aufzutreiben.

Dabei kam Raven ein Gedanke. Die Wohnung war doch gekuendigt, wo war der Bentley? Als sie sich bei NL erkundigte meinte dieser nur "Den hab ich fuer eine Weile bei Fraught untergestellt, der passt darauf auf"

Innerlich konnte Raven nur den Kopf schuetteln, sie waere bereit darauf zu wetten dass die Karre in einem Chop shop landet. Dabei dachte sie darueber nach darauf zu wetten. Dieser Gedanke lies sie genauso grinsen wie ihr Totem dass sie vom Dach des Roadmasters angrinste waehrend sich der Airbus in unbekannte Gefilde erhob…

 

 

 

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